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FWG sitzt mit Weiß am Kamin
16.01.2016 14:33 (2058 x gelesen)

FWG sitzt mit Weiß am Kamin

Kritik am Kurdirektor: Mehr Transparenz / Neuer Bürgermeister soll Aufsichtsratschef werden

Bad Orb (in). Bequem waren die Sessel und gemütlich-gediegen die Atmosphäre im Kaminzimmer des Hotels Orbtal. Weniger bequem war die Kritik, die von den Vertretern der Bad Orber FWG an Kurdirektor Dr. Jörg Steinhardt wegen mangelnder Transparenz geäußert wurde.



FWG sitzt mit Weiß am Kamin

Kritik am Kurdirektor: Mehr Transparenz / Neuer Bürgermeister soll Aufsichtsratschef werden

Bad Orb (in). Bequem waren die Sessel und gemütlich-gediegen die Atmosphäre im Kaminzimmer des Hotels Orbtal. Weniger bequem war die Kritik, die von den Vertretern der Bad Orber FWG an Kurdirektor Dr. Jörg Steinhardt wegen mangelnder Transparenz geäußert wurde. Die Zusammenarbeit zwischen Kurgesellschaft und Stadt liege im Argen, lautete der Vorwurf. Und deshalb wünscht sich die FWG, dass der neue Bürgermeister den Vorsitz des Aufsichtsrats der Bad Orb Kur Gmbh übernimmt. Roland Weiß war Gast des ersten Kamingesprächs der FWG - weitere sollen folgen, auch nach dem Kommunalwahlkampf. Thematisch hangelte sich die FWG am Donnerstagabend durch die Brennpunkte der Bad Orber Politik: Innenstadt, Gewerbegebiet Eiserne Hand sowie Kur und Tourismus.

Vor dem Kamin hatten neben Weiß die führenden Köpfe der FWG Platz genommen: FWG-Vorsitzender Dennis Heim, Fraktionsvorsitzender Thorsten Stock und -als Moderator - Michael Heim. Das Auditorium bestand aus den Mitgliedern der Gruppierung. Eins vorweg: Dass ausgerechnet Weiß mit der FWG am Kamin plauderte, ist, wie die Veranstalter beteuerten, kein Indikator dafür, dass die FWG eine besondere Nähe zu dem Bürgermeister in spe anstrebt. Nichtsdestotrotz sind die FWG-Vertreter und der neue Rathauschef „per Du" - man kennt sich halt.

Einig sind sich FWG und Weiß, was die Ausrichtung der Kur angeht - und auch mit Blick auf die bisherigen Fehler in diesem Bereich. Einer davon: die neue Konzeption der Lesehalle. Hier hatte die FWG per Antrag im Stadtparlament den Umbau in ein Badehaus gefordert, um klassischen Kuranwendungen Rechnung zu tragen. Es kam anders. Und das bedauert auch der künftige Bürgermeister, der sich vor allem mit dem Café-Betrieb, der dort entstehen soll, nicht anfreunden kann. Vielmehr sollten klassische Kuranwendungen für Selbstzahler dort angeboten werden, zumal in dem Gebäude sogar ein „original Sole-Anschluss" liege. Doch der Zug ist abgefahren. Was nicht bedeutet, dass der Ärger ein Ende hat. Thorsten Stock bekräftigte die schon im Haupt- und Finanzausschuss erhobenen Vorwürfe wegen der erheblichen Bauverzögerungen. Im Oktober hätte die Lesehalle bereits fertig sein sollen, noch immer sei sie nicht eröffnet. Auch an diesem Punkt vermisst der Fraktionsvorsitzende die Transparenz: Es gebe keinerlei Informationen über die Gründe für die Unwuchten beim Bau. Hier sei eine größere Kontrolle der Kurgesellschaft und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kur notwendig. Das gelte auch für den Bereich Marketing. Marketing für Stadt und Kur sollen nach den Vorstellungen Stocks zusammengelegt werden: „Wir dürfen hier keine zwei Suppen kochen." Michael Heim sprach sich zudem dafür aus, von einer politischen Besetzung des Kur-Aufsichtsrats künftig abzusehen. Die momentane Besetzung sei „nicht gewinnbringend". Thorsten Stock vermisst beim Blick auf die Kurverwaltung auch an anderer Stelle die Transparenz - etwa mit Blick auf den Werbeauftritt bei der Iron-man-Veranstaltung in Frankfurt. Obwohl es bedauerlicherweise offiziell keinen Einblick in die Zahlen gebe, glaubt er, dass für diese Aktion unverhältnismäßig viel Geld ausgegeben worden sei.

Weiß sprach sich für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Kur- und Stadtverwaltung aus: Es gelte, gemeinsam Zielvorgaben zu entwickeln. FWG-Chef Dennis Heim will die Stadt attraktiver für junge Familien machen - um neue Einwohner und auch neue Gäste zu gewinnen. Weiß pflichtete bei und sprach sich dafür aus, die „Kindergartenpreise" nicht zu erhöhen. Mit Blick auf diese Gebühren kann sich die FWG sogar offenbar vorstellen, noch weiter zu gehen. Statt, wie es zuletzt politisch angestrebt war, die Gebühren zu erhöhen, sei es auch durchaus denkbar, sie ganz abzuschaffen, wie Michael Heim spekulierte. Sein Argument: Der Elternanteil an der Finanzierung des Kindergartenbetriebs sei mit seinen 200.000 Euro gemessen an dem 1,6-Millionen-Euro-Zuschuss, den die Stadt zahlt, sowieso verschwindend gering. Michael Heim: „Das kann man dann auch noch ganz streichen."

Womit die Versammlung beim nächsten Thema war. Tenor: Die finanzielle Lage der Stadt nicht durch Gebührenerhöhungen sicherstellen, sondern durch das Generieren neuer Einnahmen. Und das soll nach dem Willen der FWG im brachhegenden Gewerbegebiet an der Eisernen Hand geschehen. Mit dem Bau einer Biogasanlage, die mit Grünabfällen arbeitet. Auch Weiß bezeichnete sich als „ein Freund der erneuerbaren Energien". Ihm schwebt aber eher eine Photovoltaik-Anlage vor. Vielleicht, suchten die Anwesenden Nähe, könne man aber auch beides verwirklichen. Windkraftnutzung in der Nähe Bad Orbs lehnen der neue Bürgermeister und die FWG ab.

Natürlich befasste sich die Runde, nachdem Thorsten Stock ein paar Hölzer in den Kamm geworfen hatte, auch mit dem Thema Innenstadt. Roland Weiß: „Die Frage ist, was wollen wir?“ Die Frage allerdings blieb unbeantwortet, es gelte vielmehr, „zunächst in einer Bürgerversammlung herauszufinden, was der Bürger will“. Weiß weiter: „Wir sollten zuerst den Untergrund in Ordnung bringen und uns dann um die Oberfläche kümmern. Und zwar gleich nacheinander und schnell. “

Michael Heim räumte ein, dass es nicht einfach sein werde, „die Innenstadt so zu gestalten, dass alle zufrieden sind“. Seine Hoffnungen ruhen dabei auf dem neuen Bauamtsleiter, der viel Zeit damit verbringen müsse, die Innenstadtgestaltung zu planen. Michael Heim stellte zum Schluss der Veranstaltung fest, dass sich die FWG mit dem künftigen Bürgermeister auf „einer Wellenlänge sieht". Und: „Jetzt gilt es, konkret zu handeln und nicht nur weiter zu verwalten.

Quelle: GNZ 16.01.2016


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